Kleine Geschichte
Vor einiger Zeit rief mich ein Frettchenhalter an.. er hätte
aus einem Haushalt ein Frettchen mehr oder weniger entwendet.
Er fragte mich via Email ob ich Ihm Helfen könnte… ich war
Natürlich nicht damit Einverstanden und fordert Ihn auf das Tier wieder zurück
zu geben.
Dann erklärte er mir die Umstände.. Das Tier dessen Name „Sammy“ ist wurde
mit seinem Bruder seit 2 Jahren in einem 200li Aquarium gehalten, für Frettchen
die sehr Bewegungsfreudig sind eine Qual. Was mich allerdings mehr Schockierte
war, das der Bruder von Sammy Elendig verhungert ist und noch in diesen
Aquarium lag. Die beiden wurden gefüttert, mit Billigen
Dosenfutter aus dem Supermarkt, jeden Tag eine halbe Dose, mehr Geld war für
die beiden nicht da.
Wenn man bedenkt das diese Tiere mind. 150 – 200gr. Nahrung
am Tag benötigen die dann auch noch mind. 30% Tierischen-Proteine enthalten
sollten war klar, warum diese beiden so Elendig zugrunde gingen. Aus dem
Aquarium kamen die beiden nicht raus mit der Begründung, die Stinken und machen
alles kaputt. Für mich war die Sache klar, das Tier wurde nicht entwendet,
sondern befreit.
Ich nannte Ihm diverse Möglichkeiten angefangen vom
Babybrei, über Katzenmilch bis hin zur Nahrung die Frettchen benötigen. Er
Sagte mir das er bereits 2 Frettchenrüden hatte und gab Ihm nur noch den Ratschlag das er die kleine Maus erst langsam wieder an Artgerechte Nahrung
gewöhnen muss.
Sammy ging es auch mit jeden Tag ein wenig besser,
allerdings, die beiden Rüden verbissen Sammy dermaßen heftig das sie getrennt
werden mussten. Ich gab Ihm den Ratschlag das er es noch einige Zeit versuchen
sollte.. immer unter Aufsicht. Allerdings war das Problem nicht die beiden
Rüden sondern Sammy, sie hatte Angst, verkroch sich beim Anblick anderen
Frettchen, vor Aufregung und / oder Angst musste sie sich übergeben, Menschen,
besonders Männer zwickte sie dermaßen heftig das man doch tiefere Wunden davon
trug. Nach 4 Wochen brachen wir den Versuch ab. Sammy zog sich immer mehr
zurück saß nur noch in einer Ecke.
Ich habe hier eine kleine Fähe, diese kleine Maus (Maus,
Maus ist auch Ihr Name) kümmert sich um alles und jeden, selbst Krank durch
falsche Haltung und falscher Kastration, sucht sie immer den Kontakt zu
anderen.. sie putzt und schmust mit jeden, sie gibt nicht auf selbst wenn sie
gezwickt wird. Der neue Halter lies Sammy noch auf seine Kosten Kastrieren und
brachte sie zu uns.
Wie erwartet nahm Maus den Neuzugang sofort auf.. Begrüßte
sie freudig und Sammy rannte. Die anderen Tiere die alle zwischen 5-8 Jahre
sind beachteten Sammy gar nicht. Wir verbrachten noch einige Stunden zusammen
und beschlossen das Sammy hier bleibt.
Nach 2 Tagen hatte Maus es geschafft.. Sammy verlor die
Angst, Neugierig streifte sie durch das Wohnzimmer, meine Freundin Irmi konnte Sammy von
erstem Tag an auf dem Arm nehmen, Sie schlief dort ein und Maus kroch immer hinzu. Maus
und Sammy freundeten sich an, mit jedem Tag wurde Sammy ein wenig Mutiger, sie
freundete sich auch noch mit unseren 8 Jährigen Rüden Bruno an.. Bruno ist die
Ruhe selbst, wo er liegt da kann ihn keiner mehr vertreiben.. auch eine Sammy
nicht, die nicht will dass er bei Ihr ist.. nach einigen Tagen gewöhnte Sammy sie sich
daran, das wenn sie wach wurde ein 1800gr. Rüde quer über Ihr liegt und
schnarcht.. Auch diese beiden wurden Freunde.. nun hatte Sammy schon 2..
lediglich Monzi meine 8 Jahre Junge Fähe, Sie ist die letzte aus der alten
Gruppe, sie freundet sich mit keinen mehr an, kommt ihr einer zu nahe verbeißt
sie alle. Sie Duldet die anderen nur.
Sammy ist nun eine weile bei uns, mittlerweile darf ich sie
ab und an anfassen ohne das sie mich Tackern möchte. Sammy hat hier Ihr
neues Zuhause gefunden, aber eine schwere Aufgabe hat sie noch, sie soll zu den
anderen, alle in Ihrem Alter.
Wir versuchen nun sie aneinander zu gewöhnen,
immer mit sicherem Draht dazwischen, aber Sammy erblickt die Jungs und Mädels
und verfällt sofort wieder in Ihre Angst. Ich denke es wird noch lange dauern,
aber irgendwann wird sie ein Frettchen sein das Spielt, Muckert, Blödsinn macht
wie jedes andere. Geduld und immer wieder versuchen, irgendwann ist sie dann
ganz Zuhause bei Ihrer Familie..
Gruß
Die Cuxhavener-Frettchen
Irmi & Micha
Sammy, Bruno, Maus & Monzi..
Sowie unsere Teen,s Rudi, Kimi, Sandy, Paul & John
http://www.cuxhavener-frettchen.de





